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Ed says...

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Filed under: Wikimedia

Stephen says...

Wikipedia Gets a Corporate Partner by Geoffrey Fowler, WSJ.com

On April 22, 2009, the Wikimedia Foundation, the organization that runs online encyclopedia Wikipedia, announced its first large content partnership with a major company, Orange, the European telecom brand of France Telecom.

The deal will allow Orange to develop co-branded Wiki channels on its mobile and Web portals. The two will also begin working together to develop new services and features around content from Wikipedia.

For Orange, the motivation is simple: Wikipedia is popular with Web users, more so in Europe than any other part of the world. “We are looking to partner with some of the best Internet brands, so that our customers have access to the best of information on the Web,” said Orange spokeswoman Carolyn Owen.

But for the non-profit Wikimedia, partnering up is more complex. Orange will share some revenue out of the deal with the foundation, but Ms. Owen declined to reveal the specific terms. Wikimedia currently raises most of its money,  $6.2 million last year, through donations from users. But it will need more resources if its traffic continues to soar.

Kul Wadhwa, who heads the foundation’s business development efforts, says Wikimedia gets approached by a whole range of companies, but bats away many offers. The terms of use on content from Wikipedia does allow for some commercial use. But any company that Wikimedia works with, he said, would have to help “expand free knowledge to everyone.” For example, he won’t allow companies to tap directly into the Wiki community, or directly link commerce into Wikipedia pages, such as directing viewers away to buy products.

“Our site is very unusual, the community really controls it and we want to make sure that that isn’t influenced by an outside entity, whether it is a business or a non-profit,” said Wadhwa.

That said, “one thing that people misunderstand is that our community isn’t anti-business,” added Wadhwa. “We just need for them to be mission friendly and provide strategic value to us.”

Wadhwa is also looking for corporate partners to help Wikimedia explore new technologies that the foundation’s staff of about 30 couldn’t develop on its own. “This really lets us try some things that are experimental,” said Wadhwa.

With Orange, for example, he said the foundation would get to explore ways to get Wikipedia content onto cellphones, as well as ways to distribute content from the foundation on systems such as IPTV, which Orange runs in Europe.

Source.

Filed under: Wikimedia

marcuscyron says...

Ein paar Edits waren es zwar schon vorher - aber am 2. April 2005 packte es mich aus irgendwelchen Gründen. Und fast natürlich im Artikel zu meinem Heimatort: Schöneiche bei Berlin. Und bei der Bearbeitung der Geschichte kam ich dann zu den Rittern von Krummensee. Während der arbeitsamen Nacht entschied ich mich dann, ich könnte mich doch anmelden. "Gesägt, tun getan", wie ein großer Deutscher Dichter schon sagte. Seitdem war ich Wikipedianer. Zunächst noch zwei Monate zaghaft - aber dann richtig. Am 1. Mai 2005 dann der erste Artikel als angemeldeter Benutzer: Walter Hochmuth, Urgroßvater. Noch mit ein paar Fehlern. Auch Hörensagen in der Familie kann fatal sein. Interessanterweise kam die Kritik dann auch aus der Familie heraus. Mittlerweile ist der Artikel zwar etwas kleiner, aber erstmal auch akzeptabel. Nach ein paar Umwegen, etwa in den Bereich Film und Fernsehen, landete ich doch da, wo ich so oder so hin gehören - bei den Altertumswissenschaften. Und ich muß zugeben, daß ich nicht ohne Stolz auf das zurück blicke, was ich dort bislang abgeliefert habe. Und dabei meine ich gar nicht einmal die ausgezeichneten Artikel, sondern die Breite, die der Bereich inzwischen - nicht nur durch mich - erreicht hat. Und ich denke mit Freude an die Entwicklung der Qualität im Bereich zurück, die immer weiter zu nahm. Nicht ohne Grund sind wir deutschsprachigen Wikipedianer etwas Stolz auf unser Werk, ist unsere Sprachverion doch recht fraglos die qualitativ beste. Nicht daß das Problemfrei wäre.

Unter dem Qualitätsdruck leidet nicht selten die Breite. Nicht selten sehe ich die schon fast an Paranoia grenzende Angst vor der Alltagskultur, vor der Popkultur. Andererseits gibt es auch eine gewisse Abneigung gegen Wissenschaft, meist in Bezug auf die Forscher und die direkte und aktive Wissenschaft. So ist es für mich bis heute unbegreiflich, warum Artikel zu Sonderforschungsbereichen der DFG nicht möglich sein sollen. Oder warum Wissenschaftlicher vier Monografien veröffentlicht haben sollen, anstatt zwei Bücher wie Belletristik-Autoren. Das Argument der Dissertation und der Habilitation ist einfach nicht stimmig. Nun ist ausgerechnet der Bereich der Wissenschafter als Teil der Geschichte der Altertumswissenschaften eines meiner Hauptarbeitsgebiete. Und immer wieder um diese Artikel zu kämpfen ist enervierend. Schlimmer ist fast noch, daß letztlich aber nicht die Qualität oberster Maßtab ist, sondern die "Relevanzkriterien". Vor allem in Bezug auf Menschen halte ich den Begriff der "Relevanz" für sehr daneben. "Enzyklopädische Bedeutung" - OK. Aber wer mag einem Menschen die Relevanz absprechen? Wer kann so etwas? Und ist es so schlimm, mal Artikel zu akzeptieren, die diese onimösen Hürden nicht erreichen, aber als Artikel gut sind? Mir will einfach nicht in den Kopf, wo das Problem an diesem Punkt ist. Hier ist für mich die deutschsprachige Wikipedia wirklich viel zu engstirnig.

Neben dem Altertumsbereich ist der Wintersport mittlerweile mein Wikipedianisches Zu Hause. Hier erlebe ich oft die Ruhe und den Frieden, das produktive Arbeiten, wie es überall sein sollte. Was mich zu den Wikipedianern bringt. Vier Jahre dabei. Und mittlerweile hat es sich ja herum gesprochen, daß Wikipedianer eben nicht einfach nur Nerds sind, sondern im Schnitt durchaus sehr kommunitkativ. Vor allem in Deutschland hat sich eine beeindruckende Stammtischkultur heraus gebildet. In Berlin, Göttingen, Frankfurt, Mainz und gar Wien durfte ich schon Gast solcher Veranstaltungen sein. Und meist war es wirklich toll. Aber nichts geht über den Stammtisch Köln. Aber wie sollte auch etwas einen Ort toppen können, wo Mutti Elya ein offenes Ohr und ein weites Herz für jeden Neuling hat und wohl kaum Jemand geht ohne einen netten Abend gehabt zu haben. Mittlerweile kenne ich doch wirklich schon knapp 300 andere Wikipedianer von Angesicht - wobei kennen natürlich immer relativ ist. Zunächst wollte ich mich gar nicht sosehr persönlich engagieren, sosehr in die Comunity rutschen. Aber es läßt sich wohl schwer vermeiden. Was ich vorfand war ein zwar inkohärenter, aber doch recht freundlicher Haufen von mehr oder weniger verrückter. Doch eines habe ich nach vier Jahren auch gelernt - man darf sich nicht zu sehr einlassen. Sonst kann man doch enttäuscht werden, wenn man glaubt daß sich freundschaftliche Beziehungen gebildet haben. Die gibt es - Hella, Juliana, Frank, Jonathan und ein paar wenigen Anderen fühle ich mich ernsthaft freundschaftlich verbunden. Doch dann gibt es eben auch die Enttäuschungen. Nicht alles was man für freundschaftlich (nicht einmal Freundschaft) hält, ist das auch. Klar - ich bin voller Fehler und mache immer wieder welche, nicht selten auch mal Große. Aber was ich an Unmenschlichkeit im Projekt erlebt hat, kann sich wirklich mit der Menschlichkeit messen, die es ebenfalls gibt. Wo ich Größe gefunden habe, fand ich ebenso Niedertracht. Wikipedia ist schlicht menschlich. und einigen Leuten werde ich die Art und Weise wie sie mich beim Adminamt abgesägt haben nicht mehr verzeihen. Auch etwas, das ich erst in der Wikipedia gelernt habe - nachtragend und hart zu sein. Aber es geht nicht, immer allen alles zu verzeihen, weil die anderen es auch nicht tun. Noch vor einem halben Jahr wäre das Fazit sicher viel freundlicher ausgefallen - aber was ich zuletzt erlebt habe, war schlichtweg teilweise unerträglich. Vor allem wenn es von bigotten Personen kommt, die lieber in ihren Glashäusern mit dem Steinewerfen aufhören sollten.In gewisser Weise habe ich wirklich einen Teil meiner "Unschuld" verloren. Ich kann Menschen nicht mehr so trauen wie früher. Es wird in Zukunft weitaus schwieriger sein, meine Freundschaft zu gewinnen. Ich werde sie nicht mehr verschleudern.

Nur gut, daß mir Ämter nicht wirklich etwas bedeuten. Was gut tut, ist der gute Ruf in Artikelfragen. Ich bin stolz auf jeden Lesenswerten, jeden Exzellenten Artikel, aber auch auf ein paar Informativer Listen, an denen ich maßgeblich beteiligt war. Und die Zedler-Medaille des letzten Jahres hat einen Ehrenplatz, das ist klar. Für mich wäre die Vorstellung grausig, keine Artikel mehr zu schreiben, etwa das Projekt zu verwalten und nichts produktives bei zu steuern. Jeder nach seinen Möglichkeiten, das ist klar. Und ich achte und respektiere alle, die beispielsweise Fehler verbessern, weil ihnen das Artikel schreiben aus dem ein oder anderen Grund nicht liegt. Nur - was immer man macht sollte vorrangig den einzelnen Artikel als solchen zu Gute kommen. Ist das nicht der Fall, sollte man vielleicht überlegen, ob man richtig im Projekt ist. Vor allem ein paar Laberaccounts sind da besonders übel. Oder Personen, die sich in bestimmten Fragen nicht durch setzen konnten und deshalb das ganze Projekt mit ihrem Mist foltern und es quasi in Geiselhaft nehmen. Wir sind immernoch zu freundlich zu Trollen. Wer nicht mit arbeiten will - AKTIV! - soll, ja muß gehen.

So Ambivalent wie vieles ist auch das Projektklima. Und hier habe ich sicher auch ein paar Aktien zu verantworten. Zum einen, weil ich viel unfreundlicher und agressiver rüber komme als ich eigentlich bin oder sein will, zum anderen auch wegen einiger Dinge, die nicht hätten sein müssen. Manchmal ist sicher einmal mehr nachdenken der bessere Weg. Naja - ich hoffe mal auf die nächsten vier Jahre. Zumal ich im Schnitt schon weitaus ruhiger bin als früher. Doch reist mich mein Idealismus wohl dennoch zu häufig mit. Ironie dabei - ich gehe zwar keinem Streit aus dem Wege (höre aber fast immer auf, wenn ich sehe, daß es eh nichts bringt), bin aber sowas von Harmoniebedürftig. Wenn da nur nicht diese Menschen mit anderer Meinung wären... ;).

Interessant, was mir in den vier Jahren so alles wiederfahren ist - wegen dieses Projektes. Mit Jonathan und dem Hexer auf Studienreise in Griechenland, Schreibwettbewerbsjurysitzungen in FFM und Wien, Zedler-Medaille in Mainz, Refereate zur WP an der Uni Köln und bald an der HUB, ein Beitrag zu einem Buch, ein Beitrag für eine Online-Zeitschrift. Ich bin Mitglied von Wikimedia Deutschland und habe auch hier mittlerweile die Hälfte der Mitgliederversammlungen mit gemacht. Und noch kurz vor dem Eintritt wollte ich mir die Vorlage auf meine Seite packen, daß ich mich von WMD nicht vertreten fühle. Was war ich damals noch naiv. Naja, Naivität ist sicher ein genereller Zug meiner Persönlichkeit. Auf jeden Fall war die Wikipedia in dem Moment da, wo ich sie brauchte. Als mein übriges Leben im Nichts zu versinken drohte. Allein darum werde ich dem Projekt immer verbunden sein.

Wie zieht man ein Fazit nach vier Jahren, quasi der Hälfte der Zeit in der auch das Projekt besteht? Ironie an der Geschichte ist, daß ich pünktlich zum Jubiläum auch meinen 100.000 Edit in der deutschsprachigen und 115.000 in allen Wikimedia-Projekten ausgerechnet gestern gemacht habe. Vieles ist gut, manches aber auch nicht. Persönliche Beziehungen, die oft nicht dem Druck stand halten, wenn sie welchem ausgesetzt werden, wenn jedoch, dann glaube ich auch, halten sie. Ich bin froh und stolz ein Teil dieses großen, guten und wichtigen Projektes zu sein. Sicher nicht von allen geliebt, aber wahrscheinlich vom Großteil der Mitarbeiter respektiert. Vielleicht ist das eines der besten Ergebnisse, das kommen konnte. Aber zu einem besseren Urteil kann ich derzeit auch nicht kommen.

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ivanlanin says...

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