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Here are posterous posts filed under statistik...

Markus Merz says...

Vogeschichte: Hardy Prothmann (heddesheimblog) - Klappern gehört zum Handwerk, kann aber auch ein ganzes Interview versauen

Mich erreichte eine Mail und dies ist die Antwort:

(Info: Die Mail habe ich anonymisiert, weil ich sie so direkt in eines meiner kleinen persönlichen Notizblogs schicken kann.)

Herr A. schrieb:

Sehr geehrter Herr Merz,

ich habe Ihren Austausch mit Herrn Prothmann gelesen. Ich bin nicht vom Fach: bedeuten Ihre Ausführungen, dass Herr Prothmann die Besucherzahlen seines blogs übertreibt. Zählt Herr Prothmann, wie oft seine Seite angeklickt wird, egal von wem?

Hallo Herr A.,

so kann man es sehr salopp ausdrücken; nur dass Herr Prothmann auszählen lässt. Ich kritisiere bei bisherigen Sachstand die unkritische Verwendung von Zahlen, die der Heddsheimblog Hoster 1&1 liefert, und die nun, wie von Zauberhand geschickt, durch die Medien geistern.

Ein wenig Hintergrund:

Eine Seite wird eben auch von z.B. den Programmen der Suchmaschinen aufgerufen. Und das z.T. mehrmals täglich. Und das von mehreren Suchmaschinen. Und dann eben auch noch von spezialisierten Suchmaschinen, wie dem Programm von Google, das nachschaut welche Werbung denn auf die einzelne Seite passt.

Diese Programme sind alles Seitenabruf-Multiplikatoren.

Ein weiterer Aspekt: Jede Seite, die im Blog neu erstellt wird, ist wiederum selberein x-facher Multiplikator, weil über Archivseiten, Kategorieseiten und Stichwortseiten evtl. automatisch wieder neue Seiten erzeugt werden, die natürlich auch von den n Suchmaschinen abgerufen werden. Auch der automatische Abruf des RSS Feeds durch ganztägig laufende Programme wird protokolliert.

Kurz und knapp: Alles was das Programm 'Webserver' ausliefert ist ein Zugriff und kann als Seitenabruf gewertet werden.

Um in einem Webseiten-Statistikprogramm echte Besucher auszufiltern, benötigt dieses Programm sehr gute Filter, die natürlich dann die Zahlen nach unten drehen. Diese Filter sind bei 1&1 sehr rudimentär ausgeprägt.

Google Analytics, welches im Heddesheimblog eingesetzt wird, ist ein anerkannt gutes Werkzeug, das die ganzen oben beschriebenen Faktoren zuverlässig ausfiltert. Auch die Auswertung der Seitenaufrufe im Werbeprogramm Google AdSense ist recht zuverlässig.

Ich bin selber Kunde bei 1&1 und kenne deren extrem hochjubelnde Auswertungen sehr gut. Das sind durchaus richtige Auswertungen und beruhen auf Auszählungen der Logfiles des Webservers, aber die Ergebnisse sind, wenn man sie denn überhaupt werten will, im Sinne von 1&1 bzw. des Seitenbetreibers, d.h. wenn irgend jemand eine neue Webseite ins Netz stellt und diese Auswertungen sieht, dann hat derjenige sehr schnell ein Erfolgserlebnis.

Ich setzte selber Google AdSense Werbung ein, benutze auch Google Analytics und habe relativ tiefe Ahnung von diversen Analytics Programmen.

Dass nun ausgerechnet die Zahlen von 1&1 beim Heddesheimblog zur Anwendung kommen ist mir (leider) sofort aufgestoßen. Es wäre ein Leichtes, und setzt keinerlei technisches Fachwissen voraus, die Zahlen von Google Adsense (Seitenaufrufe) oder Google Analytics (Seitenaufrufe, Besucher & Alles mögliche) zu publizieren.

Der Google Zugang ist zwangsweise vorhanden -  sonst kriegt man den Code gar nicht - und bei jedem Einloggen sieht man in Analytics und AdSense diese Zahlen auf den ersten Blick. Das geschieht im Armaturenbrett, Englisch dashboard, bzw. in der Übersicht. Man kommt an den Übersichtsseiten der jeweiligen Statistik nicht vorbei, wenn man sich dort einloggt!

So, mehr will ich jetzt gar nicht ausführen. Ich denke das reicht schon, um einen Einblick in die Problematik der Zahlenspielereien zu bekommen.

Mit freundlichen Grüßen

Markus Merz

Filed under: Statistik

Markus Merz says...

Hardy Prothmann und sein heddesheimblog

"Ich bin die Zukunft des Lokaljournalismus"

Unter diesem schönen Titel erschien diese Meedia Topstory am 19.11.2009. Es ist ein Interview mit Hardy Prothmann das Stefan Winterbauer geführt hat. Das komplette Interview verbirgt sich hinter dem obigen Link. Dies ist der Vorspann (Zitate in rot):

Der Journalist Hardy Prothmann betreibt seit Frühjahr 2009 mit dem heddesheimblog ein lokales Blog an seinem Wohnort, dem badischen Städtchen Heddesheim (11.555 Einwohner). Früher schrieb Prothmann u.a. für "Frankfurter Rundschau", "Focus", "Zeit". Jetzt besucht er Vereine, schreibt über örtlichen Ärger mit Logistikfirmen und das Heddesheimer "Oktoberfest". Mit seinem Lokal-Blog hat er bereits rund 500.000 Seitenzugriffe pro Monat. Für ihn ist dies "die Zukunft des Lokaljournalismus".

Die vorletzte Frage im Interview und die Antwort von Hardy Prothmann:

Wie sind aktuell die Zugriffzahlen auf das heddesheimblog?

Im August waren es 230.000 Zugriffe, im September 630.000. Im September gab es die Bundestagswahl und außerdem eine Bürgerbefragung zur oben erwähnten geplanten Ansiedlung des Logistikunternehmens. Das Interesse war also außergewöhnlich hoch. Im Oktober gab es noch Nachbeben aus dem September und es wurden 510.000 Page-Impressions. Mitte November sieht es so aus, dass es wieder rund 500.000 werden. Das scheint für den Moment die Marke zu sein, die aus meiner Sicht relevant ist. Die Zahl der täglichen Besucher hat sich kontinuierlich gesteigert und liegt bei rund 2.000. Ich strebe also für die nächste Zeit 400.000 Page-Impressions mit rund 1.500 Besuchern an. Das soll vermarktet werden. Alles darüber ist extra.

Danach folgten u.a. diese drei Kommentare von mir und Hardy Prothmann (Auszug).

19.11.09 21:25 Markus Merz

Klappern gehört zum Handwerk, kann aber auch ein ganzes Interview versauen.

Keine Ahnung wie die tollen Zugriffszahlen oben im Interview zustande kommen, aber das hier drunter ist die per Copy & Paste eingefügte aktuelle Liste der meist gelesenen Artikel mit den Zugriffszahlen je Artikel:

Meistgelesene Artikel

* Machen Sie mit: Die Redaktion sucht alle Pro und Kontra-Argumente zu "Pfenning" (1044)
* Offener Brief an den Gesamtvorstand der TG Heddesheim (869)
* Braucht Heddesheim einen Prothmann? (699)
* Die aktuelle Liste: Pro und Kontra zu Pfenning (645)
* Post von der GEZ (642)
* Berechtigte Verwunderung (640)
* "Er mag sich sein Projekt nicht nehmen lassen." (621)
* Wellfleischessen nur mäßig besucht (551)
* Stellungnahme der Redaktion zur eigenen Haltung in Sachen "Pfenning" (535)
* "Versehentliche Maßnahmen" und Interpretationen (509)
* Kleidercontainer, Brandschutz, Kinderkrippe, Energieausweise - kurze Gemeinderatssitzung (505)
* Tolle Party mit Showduo "Horst & Peter" im Bürgerhaus (463)
* IG neinzupfenning veröffentlicht neue Info-Grafik zum geplanten "Pfenning"-Projekt (444)
* "Sie leisten viel, bieten hervorragende Arbeitsplätze, bilden aus, zahlen Steuern, haben aber keine Lobby." 1. Stammtisch "Initiative Metropolregion" (437)
* Landwirtschaftsweg wird mit Fördermitteln saniert (434)
* "Ein guter Wein verdient sich seinen Preis." (410)
* Wer braucht die Kerwe? (367)
* Abstimmung über Bebauungsplan zur geplanten "Pfenning"-Ansiedlung in der nächsten Gemeinderatssitzung (366)
* Polizei stoppt nächtlichen Skater auf der A656 (365)
* Heddesheim führt neues Verkehrsschild für Lkw ein (363)

20.11.09 21:57 Hardy Prothmann

Guten Tag!

@Markus Merz
Auf den ersten Blick gut beobachtet - auf den zweiten (klicken Sie die Artikel an) sehen Sie, dass die alle jüngeren Datums sind -
Ich vermute, dass das widget nicht richtig funktioniert. Früher hatte ich einen Zähler in den Artikeln laufen - die Zahlen lagen teilweise bei einem Sechstel der Server-Zahlen.
Bis ich einen Programmierer bezahlen kann, muss ich damit leben. Wenn Sie unter Suche "Statistik eingeben", finden Sie die Monatsstatistiken von 1&1 mit Screenshots der Zugriffe. Have fun :-)

21.11.09 15:26 Markus Merz

Sehr geehrter Hardy Prothmann,

wir sind ja hier unter uns, da kann man schon einmal realistische Zahlen veröffentlichen.

Ich schätze, dass Ihr Widget die Artikelaufrufe recht genau protokolliert. Ein hochzählender Zugriffszähler ist eher trivial und es ist fast schwieriger dort Fehler einzubauen, als es richtig zu machen.

Auch Ihre Aussage mit dem zu bezahlenden Programmierer ist falsch, denn Sie setzen auf Ihren Seiten Google AdSense ein. Sie bezahlen also bereits für einen recht exakten Zähler.

Zusätzlich finde ich auf Ihren Seiten den doppelt vorhandenen Aufruf von Google Analytics für WordPress mit der Nutzerkennung UA-10935263-1

Die Monatsstatistiken von 1&1 als Aussage heran zu ziehen, wenn Ihnen bereits konkrete Zahlen vorliegen sollten, das finde ich verständlich aber unnötig.

Ich bleibe bei meiner Aussage vom 19.11.09 21:25:

Klappern gehört zum Handwerk, kann aber auch ein ganzes Interview versauen.

Ihre Artikelserie zum Thema sollten Sie überarbeiten. Die Google Analytics Bilder machen sich auch viel hübscher.

# In eigener Sache: Statistik September - über 640.000 Seitenzugriffe
# Statistik: August trotz Ferienzeit stärkster Monat nach Seitenzugriffen
# In eigener Sache: 500.000 Seitenabrufe
# In eigener Sache: 430.000 Seitenaufrufe
# In eigener Sache: Statistik

Mit freundlichen Grüßen

Markus Merz

PS:  In den Meta-Keywords findet man u.A.: heddesheimblog, Hardy Prothmann, Journalist, Blog, Journalimus, investigativ, journalistisches Blog, Pressefreiheit, netzwerk recherche, Recherche, Qualitätsjournalismus

Wenn Hardy Prothmann und das heddesheimblog die Zukunft des investigativen Qualitätsjournalismus auf lokaler Ebene sind, dann habe ich so meine Sorgen.

Filed under: Statistik

muellero says...

'Twitter.com Is Still the Most Popular Twitter Client - TweetDeck a Distant Second' via readwriteweb.com

via @twitt_consult

Filed under: statistik

Lars says...

Eine nette Spielerei ist TweetStats:

Graph your Twitter Stats including
Tweets per hour
Tweets per month
Tweet timeline
Reply statistics

Nur die Tweet Cloud ist (mal wieder) eine kleine Enttäuschung: Nicht sehr überraschend, dass und, ich, der, die, das die Wörter sind, die ich am häufigsten verwende. Wäre schön, wenn man diese googlemäßig ausblenden kann...

       
Click here to download:
TweetStats_tag_Twitter_Statist.zip (155 KB)

 

via @codeispoetry

Filed under: Statistik

bAvatar says...

Las ich heute morgen bei Telepolis [1], dass "Bischof Mixa ruft Politiker auf, das Kruzifix-Urteil des Europäischen Gerichtshofs zu ignorieren" weil "Atheisten oder Angehörige anderer Religionen müssen in Europa halt beiseitetreten, das Kreuz sei eben nun mal das grundlegendste Symbol der europäischen Kultur, die ganz maßgeblich durch den christlichen Glauben geprägt sei".

Der Artikel bei Telepolis ist nicht lang, aber er hat mich dazu gebracht beim Amt für Statistik Berlin-Brandenburg nach aktuellen Zahlen zu der Zugehörigkeit zu Religionsgemeinschaften der Berliner zu suchen. Gefunden habe ich Zahlen von 2007 aus dem Statistischen Jahrbuch Berlin von 2008 [2].

Nun ist Berlin sicher nicht representativ für Europa, aber die Zahlen sind doch interessant...

[1] http://www.heise.de/tp/blogs/6/146543
[2] http://www.statistik-berlin-brandenburg.de/produkte/jahrbuch/jb2008/be_jahrbuch_2008.pdf

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alterfinne says...

Filed under: Statistik

pressehof says...

Heidelberg - Gerade für Nicht-Statistiker stellt die statistische Auswertung von Analysedaten immer wieder eine Herausforderung dar: Welche Daten bedürfen überhaupt einer statistischen Auswertung? Wie müssen kritische Schritte in der Arzneimittelentwicklung statistisch abgesichert werden (Stabilitätsprüfung, Chargenfreigabe, etc.)? Ein Intensivkurs, welchen das Forum Institut, einer der führenden Seminaranbieter Deutschlands, veranstaltet, zeigt den Teilnehmern kompakt und praxisnah die wesentlichen Grundzüge der Statistik sowie Auswertungsmöglichkeiten vor dem GMP-/ICH-Hintergrund. Ein besonderer Nutzen für die Teilnehmer sind die praktischen Übungen und Beispiele, an denen das...

Statistik für Nicht-Statistiker in Analytik und QA/QC bei Pressehof komplett lesen

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Filed under: Statistik

Das inspiriert mich alten Statistiker (ich musste Statistik 1 3mal
schreiben bis ich es bestanden habe, Statistik 2 zweimal) mal zu bloggen
welchen Unfug man mit Statistik machen kann.

Filed under: Statistik

etix says...

Es gibt viele Möglichkeiten, Statistiken zu manipulieren. Etwa durch geschickte Darstellung, durch die "passende" Fragestellung oder durch gezieltes Filtern und Weglassen von Informationen. Letzteres scheint das Prinzip bei der aktuell verbreiteten Arbeitsmarktstudie des DGB zu sein. "Arbeitslosigkeit steigt bei Abiturienten überdurchschnittlich" ist die Kernbotschaft der Studie, die mit einem überdurchschnittlich hohen prozentualen Anstieg der Arbeitslosigkeit in eben dieser Gruppe belegt wird.

Was in der Studie leider völlig fehlt, ist die absolute Zahlenbasis. Von welchem Niveau ausgehend findet dieser Anstieg denn statt? Das wäre in diesem Zusammenhang doch äußerst informativ gewesen. In der Tat sind doch nach wie vor die gering Qualifizierten in dramatisch höherem Maße von Arbeitslosigkeit bedroht und stehen gut Ausgebildete in dieser Hinsicht deutlich besser da. Fatal ist das (falsche) Signal, dass von dieser Studie ausgeht: Dass Bildung sich nicht lohnt!

Leider wurde die Studie mit dieser Botschaft nach der Verbreitung durch dpa unreflektiert von vielen Medien aufgegriffen (Zeit, Welt, Spiegel u.v.a). Inzwischen wird jedoch Widerspruch laut, so z. B. von Holger Schäfer vom Kölner Institut der deutschen Wirtschaft (IW): "Man muss den Eindruck, dass Hochqualifizierte jetzt verstärkt arbeitslos werden, nicht nur relativieren; man muss ihn, glaube ich, auch ganz klar falsifizieren und widerlegen, denn das Gegenteil ist eigentlich richtig." Auch Ilona Mirtschin, Sprecherin der Bundesagentur für Arbeit, relativiert die Ergebnisse der DGB-Studie. Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. empfiehlt, sich bei der Beurteilung der Fragen an den absoluten Zahlen zu orientieren. „Diese sind aussagekräftiger als die prozentualen Steigerungen der DGB-Studie, die von einem jeweils völlig unterschiedlichen Ausgangsniveau ausgehen.“

Bleibt die Frage: Was will der DGB mit dieser Studie eigentlich bezwecken?

Filed under: statistik