Deutsches Symphonie-Orchester Berlin: Social-Marketing-Erfolg auf die harte Tour
WARNUNG!
Das wird kein KuschelPuschelSchöneNeueWeltMarketing-Beitrag.Hier geht es um Menschen.
Um Arbeitsplätze.
Um Liebe zu seinem Beruf und seiner Berufung.
Und wie man von 0 auf 100 erkennt, wie wichtig und nützlich die Möglichkeiten des Social Webs sind.
Und wie man damit Erfolg hat.
Heute morgen besuchte ich Jutta Obrowski (s. Foto), die beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin mit ihrem Team für Branding und Marketing verantwortlich ist.Zum erstem Mal trafen wir uns auf dem Kulturinvest Kongress, auf dem ich einen Vortrag zum Thema "Kultur 2.0" hielt. Frau Obrowski war sehr an den Möglichkeiten eines klassischen Orchesters im Social Web interessiert und so vereinbarten wir für den heutigen Tag ein Meeting, um konkrete Strategien zu besprechen. Dann las ich vor ein paar Tagen die folgende Schlagzeile: Deutschlandradio will Orchester fusionieren!
Demnach waren Fusionspläne für das Deutsche Symphonie-Orchester (DSO) und das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (RSB) durch eine undichte Stelle nach aussen gedrungen und stießen auf wilden Widerstand in den Orchestern und der Öffentlichkeit. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich nicht, dass das DSO in dieser Situation noch Gespräche über Social Marketing führen wollte. Aber ich sollte mich irren. Sie nutzten nämlich sofort die wichtigsten Mechanismen des Webs, um auf ihre Lage aufmerksam zu machen. Auf ihrer offiziellen Website erschienen aktuelle Nachrichten zur Lage.
Sie richteten ein eigenes Weblog ein, um sehr persönlich berichten zu können und - da die Website keinen RSS-Feed hat - auch die Social Networks zu erreichen.
Sie riefen zu einer erfolgreichen Online-Petition auf.
Sie nutzten Facebook zur Mobilisierung. Das Wichtigste zuerst: Sie hatten Erfolg!
Aber das Zweitwichtigste ist: Sie haben im Social Web - zwar auf die harte Tour - ihre Fans gefunden und aktiviert, viele neue Freunde hinzu gewonnen und gelernt, wie wichtig dieses hierzulande noch argwöhnisch beäugte Medium heute schon ist.
Was für eine Geschichte! Ich wünsche dem Team um Jutta Obrowski auch weiterhin viel Erfolg mit ihrem Engagement und ihrer Kreativität und freue mich schon auf die weiteren Meetings.





