Heute war wieder ein Heimspiel der "Yale Bulldogs" bzw. des Yale Football Teams. Alle Uni-Teams, und davon gibt es ja eine Menge (Eishockey, Soccer, Basketball, Tennis, Baseball etc.), heißen "Bulldogs". Der Name leitet sich, wer hätte das gedacht, vom Maskottchen der Uni ab. Dies ist eine Bulldogge mit dem formschönen Namen Dan und wird nun schon in der x-ten Ausführung (die aktuelle hat latente Aggressionen gegen Fernsehkameras) auf dem Campus gassi geführt.
Bei bestem Sonnenschein-Wetter bin ich also zwei Stunden vorm Spiel zum Yale Bowl Stadion geradelt, da meist für Mitglieder der "Yale-Community" vorher noch kostenloses
Tailgating steigt. Tailgating ist quasi die amerikanische Art des Vorglühens vor Sportereignissen und wird anscheinend streng nach Alter getrennt gefeiert. Die Unterschiede im Tailgating zwischen älteren Semestern und aktuellen Studis sollten dabei denk ich aus den Bildern deutlich werden. Gemeinsam ist aber beiden Happenings, dass sie auf den Parkplätzen und nahe der Kofferraumklappe stattfinden. Wie zu sehen ist, kann man Vorglühen dabei auch wörtlich nehmen, denn wo ein Ami
Plörre Bier trinkt, da kann auch ein vorschriftsmäßiges Barbecue nicht weit sein und so schließt sich auch der Kreis zu der Frage, "warum soviel Amerikaner große Pick-ups oder SUV's fahren?". Neben der täglichen Jagd auf Radfahrer braucht man braucht ganz einfach den Platz im Auto um schnellstmöglich und in jeder Ecke des Landes den Grill und Campingstühle gefechtsbereit zu kriegen.
Nachdem ich also kostenlose Hot-Dogs und literweise warmes Apfel-Cider statt amerikanischem Bierimitat verdichtet habe, ging es rein ins Stadion und die Sicherheitsmaßnahmen sind im Vergleich zu einem Regionalliga Fußballspiel des 1.FC Magdeburg quasi nicht existent. Es wird auch überhaupt nicht zwischen Fangruppen getrennt, was einfach daran liegt, dass zumindest das Spiel heute (ich werd sehen wie es beim Erzrivalenspiel gegen Harvard in ein paar Wochen aussieht) eher eine Art soziales Happening mit viel Essen, Trinken und Plaudern war.
Die Jungs auf dem Spielfeld kamen natürlich nicht unbedingt zum Plaudern und auch wenn ich die Regeln von Football noch nicht wirklich verinnerlicht habe, macht es schon Spaß zuzuschauen wie Leute durch die Luft fliegen und der Sound der aneinanderkrachenden Helme hat auch was ;).
Einer der Profiphotographen vor Ort hat mir dankenswerterweise einen Photographen-Pass gegeben, so dass ich auch von der Seitenlinie Photos machen konnte. Mit meinem Urlauber-Tele war ich natürlich vergleichsweise untermotorisiert aber ein paar brauchbare Bilder sind denk ich doch rausgekommen. Die Bilder vom Spiel seht ihr im nächsten Post.