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Here are posterous posts filed under medien...

moto1203 says...

Wenn wir schon bei der Werbung sind: Auch BMW macht jetzt mobil im Internet. Seit Anfang des Monats November 2009 hat BMW Motorrad seinen deutschen Etat an die "Kreativen" von Serviceplan Campaign übertragen.

Die Münchner Agentur wird zukünftig alle Kommunikationsbereiche der Marke auf nationaler Ebene betreuen - neben Kampagnen zählt dazu auch das Online-Marketing. Der selbst gesteckte Anspruch ist hoch: "„Wir wollen die Stimmung für das Motorrad im Allgemeinen verbessern. Und es wird eine werbliche Revolution für BMW Motorrad in Deutschland stattfinden“, so Stefan Schütte, der Serviceplan-Campaign-Geschäftsführer Stefan Schütte. Zitat: "Ziel dabei ist es auch, völlig neue Zielgruppen anzusprechen und zu erschließen, was mit aufsehenerregenden und unkonventionellen Kreationen in allen Bereichen angestrebt wird."

In Zusammenarbeit mit der Serviceplan-Tochter Mediaplus soll künftig eine neue werbliche Strategie für den deutschen Markt umgesetzt werden, die die Marke noch prominenter in Szene setzt. Schütte: „BMW Motorrad wird in Zukunft noch sehr viel deutlicher wahrgenommen werden.“

Auch da sind wir gespannt. Der Parade-Blog der Münchner über die neue S 1000 RR ist bisher noch ziemliches Dunkeltuten. Manche Einträge wurden schon 16 mal angesehen. Da ist noch Luft nach oben, Meister Schütte.

Filed under: Medien

moto1203 says...

Der Trend zur verstärkten digitalen Kommunikation ist jetzt auch in der Motorrad-Branche deutlich zu spüren. 

Während zur Zeit die neue VFR1200F in Spanien ausführlich getestet wird, hat die Firmen-Zentrale bekannt gegeben, dass zur Markteinführung des neuen V4-Modells eine spezielle Kampagne mit Online-Guerilla-Marketing sowie Twitter- und E-Mail-Aktivitäten gestartet wird. Die Kampagne, für die die Agentur Crayon verantwortlich zeichnet, soll nächste Woche beginnen und bis Weihnachten laufen.

Harry Cooklin, Manager für Brand Communication bei Honda Motor Europe, dazu: "For the first time we’ve used digital channels to launch a motorcycle, our flagship VFR1200F. With the campaign running across Europe, Crayon has produced a multi-language site. With such good figures on our pre-launch site I am looking forward to seeing how well this campaign performs.” Ja, da sind wir auch gespannt, wie gut das ankommt.

Schon vor dem Start wenig begeistert sind die Kollegen von den Holzmedien für den Zeitschriftenkiosk: Mehr Online-Aktivitäten bedeutet bei angespanntem Budget - das schon zur seltsamen Honda-Absenz auf der EICMA 2009 führte - nämlich auch weniger Print-Anzeigen.

In die gleiche digitale Kerbe hat vor der EICMA schon Kawasaki gehauen. Die Japaner hatten die gesamte Pressekonferenz zur Vorstellung der neuen Modelle 2010 nur noch online veranstaltet und sich den persönlichen Auftritt auf der Messe gespart.

Leider kann man sich bei der digitalen Kommunikation mit dem Kunden ziemlich schnell ziemlich umständlich und ziemlich erfolglos anstellen. Beispiel Yamaha: Unter 
http://www.yamaha-motor.de/competition/ kann man drei coole Maschinen gewinnen. 

Aber zu welchem Preis? Darf man im digitalen Zeitalter wirklich auf ein verflashtes Online-Formluar verzichten, den Kunden mit pdf-Ausdruck und Kugelschreiber quälen und auch noch verlangen, das er das Schriftstück persönlich beim nächsten Yamaha-Händler vorbeibringt?

Yamaha glaubt: Ja.
Wie funktioniert das Gewinnspiel?
1. Drucken Sie diesen Gewinnspielvordruck (PDF) aus und füllen Sie ihn aus.
2. Gehen Sie zu einem autorisierten Yamaha Vertragshändler und händigen Sie ihm den Gewinnspielvordruck aus.
3. Schauen Sie am Freitag, den 18. Dezember unter www.yamaha-racing.com/competition nach, ob Sie zu den glücklichen Gewinnern zählen!
Wir werden leider nie erfahren, wieviele potentielle Kunden damit in die Schauräume gesogen wurden ....

Dank an http://twitter.com/vjstephan für den Twitter-Tipp.

Filed under: Medien

etix says...

Im Café eine Latte trinken und mit dem Mac an einem Projekt arbeiten - Generation IMM - Irgendwas mit Medien.

Filed under: Medien

Markus Merz says...

Hardy Prothmann und sein heddesheimblog

"Ich bin die Zukunft des Lokaljournalismus"

Unter diesem schönen Titel erschien diese Meedia Topstory am 19.11.2009. Es ist ein Interview mit Hardy Prothmann das Stefan Winterbauer geführt hat. Das komplette Interview verbirgt sich hinter dem obigen Link. Dies ist der Vorspann (Zitate in rot):

Der Journalist Hardy Prothmann betreibt seit Frühjahr 2009 mit dem heddesheimblog ein lokales Blog an seinem Wohnort, dem badischen Städtchen Heddesheim (11.555 Einwohner). Früher schrieb Prothmann u.a. für "Frankfurter Rundschau", "Focus", "Zeit". Jetzt besucht er Vereine, schreibt über örtlichen Ärger mit Logistikfirmen und das Heddesheimer "Oktoberfest". Mit seinem Lokal-Blog hat er bereits rund 500.000 Seitenzugriffe pro Monat. Für ihn ist dies "die Zukunft des Lokaljournalismus".

Die vorletzte Frage im Interview und die Antwort von Hardy Prothmann:

Wie sind aktuell die Zugriffzahlen auf das heddesheimblog?

Im August waren es 230.000 Zugriffe, im September 630.000. Im September gab es die Bundestagswahl und außerdem eine Bürgerbefragung zur oben erwähnten geplanten Ansiedlung des Logistikunternehmens. Das Interesse war also außergewöhnlich hoch. Im Oktober gab es noch Nachbeben aus dem September und es wurden 510.000 Page-Impressions. Mitte November sieht es so aus, dass es wieder rund 500.000 werden. Das scheint für den Moment die Marke zu sein, die aus meiner Sicht relevant ist. Die Zahl der täglichen Besucher hat sich kontinuierlich gesteigert und liegt bei rund 2.000. Ich strebe also für die nächste Zeit 400.000 Page-Impressions mit rund 1.500 Besuchern an. Das soll vermarktet werden. Alles darüber ist extra.

Danach folgten u.a. diese drei Kommentare von mir und Hardy Prothmann (Auszug).

19.11.09 21:25 Markus Merz

Klappern gehört zum Handwerk, kann aber auch ein ganzes Interview versauen.

Keine Ahnung wie die tollen Zugriffszahlen oben im Interview zustande kommen, aber das hier drunter ist die per Copy & Paste eingefügte aktuelle Liste der meist gelesenen Artikel mit den Zugriffszahlen je Artikel:

Meistgelesene Artikel

* Machen Sie mit: Die Redaktion sucht alle Pro und Kontra-Argumente zu "Pfenning" (1044)
* Offener Brief an den Gesamtvorstand der TG Heddesheim (869)
* Braucht Heddesheim einen Prothmann? (699)
* Die aktuelle Liste: Pro und Kontra zu Pfenning (645)
* Post von der GEZ (642)
* Berechtigte Verwunderung (640)
* "Er mag sich sein Projekt nicht nehmen lassen." (621)
* Wellfleischessen nur mäßig besucht (551)
* Stellungnahme der Redaktion zur eigenen Haltung in Sachen "Pfenning" (535)
* "Versehentliche Maßnahmen" und Interpretationen (509)
* Kleidercontainer, Brandschutz, Kinderkrippe, Energieausweise - kurze Gemeinderatssitzung (505)
* Tolle Party mit Showduo "Horst & Peter" im Bürgerhaus (463)
* IG neinzupfenning veröffentlicht neue Info-Grafik zum geplanten "Pfenning"-Projekt (444)
* "Sie leisten viel, bieten hervorragende Arbeitsplätze, bilden aus, zahlen Steuern, haben aber keine Lobby." 1. Stammtisch "Initiative Metropolregion" (437)
* Landwirtschaftsweg wird mit Fördermitteln saniert (434)
* "Ein guter Wein verdient sich seinen Preis." (410)
* Wer braucht die Kerwe? (367)
* Abstimmung über Bebauungsplan zur geplanten "Pfenning"-Ansiedlung in der nächsten Gemeinderatssitzung (366)
* Polizei stoppt nächtlichen Skater auf der A656 (365)
* Heddesheim führt neues Verkehrsschild für Lkw ein (363)

20.11.09 21:57 Hardy Prothmann

Guten Tag!

@Markus Merz
Auf den ersten Blick gut beobachtet - auf den zweiten (klicken Sie die Artikel an) sehen Sie, dass die alle jüngeren Datums sind -
Ich vermute, dass das widget nicht richtig funktioniert. Früher hatte ich einen Zähler in den Artikeln laufen - die Zahlen lagen teilweise bei einem Sechstel der Server-Zahlen.
Bis ich einen Programmierer bezahlen kann, muss ich damit leben. Wenn Sie unter Suche "Statistik eingeben", finden Sie die Monatsstatistiken von 1&1 mit Screenshots der Zugriffe. Have fun :-)

21.11.09 15:26 Markus Merz

Sehr geehrter Hardy Prothmann,

wir sind ja hier unter uns, da kann man schon einmal realistische Zahlen veröffentlichen.

Ich schätze, dass Ihr Widget die Artikelaufrufe recht genau protokolliert. Ein hochzählender Zugriffszähler ist eher trivial und es ist fast schwieriger dort Fehler einzubauen, als es richtig zu machen.

Auch Ihre Aussage mit dem zu bezahlenden Programmierer ist falsch, denn Sie setzen auf Ihren Seiten Google AdSense ein. Sie bezahlen also bereits für einen recht exakten Zähler.

Zusätzlich finde ich auf Ihren Seiten den doppelt vorhandenen Aufruf von Google Analytics für WordPress mit der Nutzerkennung UA-10935263-1

Die Monatsstatistiken von 1&1 als Aussage heran zu ziehen, wenn Ihnen bereits konkrete Zahlen vorliegen sollten, das finde ich verständlich aber unnötig.

Ich bleibe bei meiner Aussage vom 19.11.09 21:25:

Klappern gehört zum Handwerk, kann aber auch ein ganzes Interview versauen.

Ihre Artikelserie zum Thema sollten Sie überarbeiten. Die Google Analytics Bilder machen sich auch viel hübscher.

# In eigener Sache: Statistik September - über 640.000 Seitenzugriffe
# Statistik: August trotz Ferienzeit stärkster Monat nach Seitenzugriffen
# In eigener Sache: 500.000 Seitenabrufe
# In eigener Sache: 430.000 Seitenaufrufe
# In eigener Sache: Statistik

Mit freundlichen Grüßen

Markus Merz

PS:  In den Meta-Keywords findet man u.A.: heddesheimblog, Hardy Prothmann, Journalist, Blog, Journalimus, investigativ, journalistisches Blog, Pressefreiheit, netzwerk recherche, Recherche, Qualitätsjournalismus

Wenn Hardy Prothmann und das heddesheimblog die Zukunft des investigativen Qualitätsjournalismus auf lokaler Ebene sind, dann habe ich so meine Sorgen.

Filed under: Medien

Lars says...

Ich habe heute zusammen mit Stefan Pfeiffer von IBM auf der DNUG Herbstkonferenz (Deutsche Notes User Group) einen Vortrag zum Thema Social Media für PR und Marketing gehalten. Dies ist ein Vortrag, den wir in der Art bereits zweimal gehalten haben und das nächste Mal wieder auf der Online Educa Anfang Dezember in Berlin halten werden.

Stefan und ich teilen uns den Vortrag auf: Ich leite ein, gebe einen Überblick darüber, warum Unternehmen sich überhaupt mit dem Thema Social Media auseinandersetzen sollten, und berichte von konkreten Erfahrungen, die wir in den letzten zwei Jahren mit Social Media bei unserer Arbeit mit IBM und darüber hinaus gemacht haben und gebe dazu noch ein paar andere prägnante Beispiele für die Wirkung von Social Media, je nachdem vor wem wir präsentieren. Stefan geht dann konkret darauf ein, warum Social Media aus seiner persönlichen Marketing-Sicht für IBM Lotus Sinn machen und was konkret gemacht wird: Welche Kanäle genutzt werden; welche Themen kommuniziert werden; welche Erfolge / Wirkung das Ganze hat.

Egal wo wir den Vortrag bislang gehalten haben, Interesse ist immer vorhanden und das zeigt natürlich, dass das Thema Social Media bei Unternehmen angekommen ist. Damit meine ich nicht, dass jedes Unternehmen und jeder Unternehmer das Web 2.0 für sich als absolut relevant ansieht. Vielmehr merke ich noch häufig Bedenken in vielerlei Hinsicht: Wie sicher ist das Ganze? Was ist mit dem Schutz meiner Privatsphähre? Was darf ich tun und was nicht? Erlaubt mein Arbeitgeber das überhaupt / Soll ich das meinem Mitarbeitern erlauben? Wie sieht es mit dem Vermischen von Privatem und Beruflichem aus?

Ein Bedenken habe ich persönlich noch nicht erlebt, obwohl ich natürlich weiß, dass es dieses häufig gibt. Das erlebt man bei Bloggern, die Kontakt zu Unternehmen suchen oder bei Unternehmen, die Social Media nutzen: Den Vorwurf, dass die, ursprünglich völlig unkommerzielle Blogosphäre, ausverkauft wird, vor den kommerziellen Karren wirtschaftlicher Interesen gespannt wird und damit ihre Seele verliert, das was sie ausmacht.

Ich persönlich bin seit einigen Jahren Fußballblogger; und das völlig privat und ohne jegliches kommerzielles Interesse. Und ich denke, das wird auch so bleiben. Was ich liebe an der kleinen (?) deutschen Fußballbloggerwelt, sind viele Dinge: Eben dieses meist Unkommerzielle; die Leidenschaft, mit der die Beteiligten dabei sind (genau das, so nebenbei, was Unternehmen in Blogs und Bloggern suchen); die hochwertige Streitkultur, die in vielen Blogs herrscht (nicht zu verwechseln mit den Foren, wo es oftmals ganz anders zur Sache geht) und die sich gerade dann zeigt, wenn Fans unterschiedlicher Vereine sich „bekriegen“; und das tiefe Wissen, dass die Blogger von ihren Vereinen im Speziellen und dem Fußball im Allgemeinen haben. Ich möchte das nicht mehr missen und nutze die traditionellen Sportmedien, online und offline, mittlerweile eigentlich nur noch als Ergebnisdienst. Wirklich Tiefergehendes hole ich mir in den Blogs und da ist mir auch egal, ob diese von Journalisten, Bäckern, Vorstandsvorsitzenden, Putzmännern oder Hausfrauen geschrieben werden; so lange er mir gefällt. Ich weiß, dass viele meiner Bloggerkollegen so denken wie ich; und ich weiß natürlich auch, dass dies eine Gefahr für die traditionellen Medien ist, welche, wenn auch mit anderen Themen, eine Hauptzielgruppe meiner Arbeit als PR-Berater sind. Doch sollte man hier Ursache und Wirkung nicht verwechseln: Ich denke, dass viele Menschen sich, auch beim Thema Fußball, von den traditionellen Medien abwenden, weil diese schlicht nicht mehr das liefern, was die Leute suchen. Es ist ja nicht so, dass ich eine Papierallergie habe oder ein Medienblocker in meinem Browser installiert ist. Wenn Medien gute Angebote haben, dann nutze ich diese auch und bin auch bereit, für diese zu bezahlen. Nur, es gibt sie kaum im deutschen Sportjournalismus (mal abgesehen von der rühmlichen Ausnahme 11Freunde und den vereinzelt guten Reportagen in Tageszeitungen).

Aber zurück zum Thema: Heute hatte ich nach unserem Vortrag eine kurze Diskussion mit Jörg Allmann (vielen Dank noch mal für das Buch!   ). Er meinte, dass Unternehmen, die sehr systematisch an das Thema Social Media herangehen und versuchen, alles möglichst zu automatisieren und zu optimieren, genau das Wesentliche am Web 2.0 nicht verstanden haben: das Unsystematische, Unkommerzielle, Chaotische, den Spaß und die Leidenschaft. Er meinte, dass er Sorge habe, die Unternehmen machen so lange weiter, bis sie (auch) das Web 2.0 kaputt gemacht haben. Ich verstehe das sehr und bin in Teilen auch seiner Meinung. Andererseits auch wieder nicht. Denn DAS Web 2.0 gibt es meiner Meinung nach gar nicht. Und es hat auch niemand einen Anspruch auf die einzig wahre Blogosphäre. Natürlich gibt es Blogger, die nichts mit Unternehmen zu tun haben wollen, die sich einfach nur mit Gleichgesinnten austauschen wollen über Dinge, die sie interessieren (und wenn das zufällig Dinge sind, die Unternehmen herstellen, dann wollen sie trotzdem nichts mit denen zu tun haben). Und andererseits gibt es natürlich auch Unternehmen, die mit der Holzhammermethode an die Social Media-Sache herangehen und denken, sie sind die Tollsten und alle müssten das doch auch genauso sehen; und dann reagieren sie, gelinde gesagt, verschnupft, wenn ihnen von Bloggern die massive Kritik entgegenschlägt.

Aus diesem Grund ist es so wichtig, dass Unternehmen, die sich wirklich ernsthaft mit Social Media auseinandersetzen wollen und die sich von den Negativbeispielen Gottseidank noch nicht haben abschrecken lassen, sich zunächst ein Bild machen und dabei folgende Fragen zu beantworten versuchen:
- Sind die Menschen, welche ich zu erreichen versuche, also zum Beispiel Kunden, Partner, Mitarbeiter, „Influencer“, im Netz aktiv?
- Werden die Themen, die für mich als Unternehmen relevant sind, im Netz diskutiert?
- Sind die Menschen, die für mich als Unternehmen relevant sind, auch bereit, mit mir in einen Online-Dialog zu treten?
- Bin ich als Unternehmen bereit dafür, mich aktiv in Social Media zu beteiligen? Das heiß: Habe ich Mitarbeiter, die bereits aktiv sind? Kann ich schnell oder besser angemessen in jeder Hinsicht auf Fragen, Lob, Kritik reagieren? Verfüge ich über die nötigen Ressourcen?

Wenn diese (und sicher noch einige mehr) Fragen beantwortet sind, dann kann das Unternehmen eine Strategie entwickeln, wie genau sie vorgehen wollen; ob sie Social Media als Informations- und Recherche-Pool nutzen wollen, ob sie aktiv Kundenfeedback einholen wollen, ob sie das Web 2.0 für das Recruiting nutzen wollen, ob sie eine Community für ihre Partner aufbauen wollen oder ob sie einen breiten Dialog mit diversen Bezugsgruppen eingehen wollen. Dies versuche ich, in meinen Vorträgen und auch sonst Unternehmensvertretern zu vermitteln.

Die beste Vorbereitung bedeutet allerdings nicht, dass nicht doch Kritik, berechtigt oder nicht, auf ein Unternehmen zukommen kann. Es wird immer Menschen geben, die das Ganze grundsätzlich ablehnen; oder die Unternehmen werden auch dann noch Fehler machen. Aber da sage ich deutlich: Damit müssen alle leben, sowohl die Ablehner als auch die Unternehmen selber. Ich denke, nicht nur das Internet, sondern auch Social Media sind groß genug, dass verschiedene Gruppen nebeneinander existieren können, ohne sich gegenseitig ausschließen zu müssen.

Zumindest eine Sache habe ich durch den Vorrtag und das Feedback darauf gelernt oder vielmehr habe ich gelernt stärker in den Vordergrund zu stellen: Bei aller meiner Meinung nach wichtigen und notwendigen pragmatischen Herangehensweise an Social Media darf auch für Unternehmen der Spaß und die Leidenschaft nicht fehlen. Und beim nächsten Vortrag werde ich dies an den Anfang setzen und nicht (nur) erst damit schließen.

Und wenn ich dann das Feedback bekomme, dass jemandem das am Anfang zu wenig pragmatisch war, dann sei’s drum.

Filed under: Medien

jensschmidt says...

Auch wenn sie ihn ja alle für ach so populistisch halten, für eine Anzeige auf Google ist Oskar Lafontaine anscheinend immer noch gut.

Ach ja! Außerdem sollten die Herren "Qualitätsjournalisten" alle auch mal den Kommentar Ihres Kollegen Peter Schütz gründlich lesen!

Ich wünsche dir alles Gute Oskar!

Filed under: medien

maal says...

Die Medien arbeiten seit einer Woche daran, die Zahl der Selbstmorde in Deutschland in die Höhe zu treiben.
[...]

Der australische Psychiater Robert D. Goldney‌ fasste die Ergebnisse der Forschung 1989 so zusammen, dass sich auch Journalisten verstehen könnten:

„Es besteht kein begründeter Zweifel mehr, dass die Medien zu Selbstmorden beitragen. Eine unreflektierte Berichterstattung wird zwangsläufig zu weiteren Selbstmorden führen.”

Erschreckend. Mehr fällt mir nicht dazu ein.

Filed under: Medien

ideenkraft says...

Ausgiebiges Material zu Themen wie Social Networks, Online-Collaboration, Digitale Medien finden sich auf der Website der Digidays einer Initiative der http://www.digitalks.at/
 
Details gibts hier: http://www.digitalks.at/2009/10/18/digiday_rueckblick/
 
Upcoming Event: 2.Dezember: Digitalks Spezial: Medienkompetenz für JournalistInnen http://www.digitalks.at/2009/10/20/journalist_innen/
 

Filed under: medien

olis says...

Es ist einem puren Zufall geschuldet, dass ich die Meldung überhaupt zu
Kenntnis genommen habe. Normalerweise schalte ich bei Krisenmeldungen,
die die Medien betreffen eher auf Durchzug. Richtig ist, den Medien ging
es - vor allem finanziell - schon einmal besser als heute. Hierbei
handelt es sich um eine Tatsache, die wir zur Kenntnis nehmen. Spannend
wird das Thema, wenn versucht wird, die Gründe für die Krise der Medien
zu analysieren.

Findet man eine solche Analyse im Internet, so liest sich die oft so: Es
sei kein Wunder, dass sich die Holzmedien in der Krise befinden,
versuchen diese doch mit einem Geschäftsmodell, das rund 100 Jahre alt
ist auch heute noch Geld zu verdienen. Strategie und Geschäftsmodell für
das Internet: Fehlanzeige!

Nehmen sich die klassischen Medien dem Thema an, so wird bemängelt, dass
die User im Internet nicht bereit seien, für Qualitätsinhalt Geld zu
bezahlen und überhaupt, im Internet nach wie vor eine
Kostenlosmentalität vorherrschen würde, die das Geldverdienen insgesamt
schwierig macht.

Sicher ist: beide Argumentationsstränge greifen zu kurz, wenn sie so
dagestellt sind, wie hier. Was solls, könnte man fragen, es gibt doch
genug Medienangebote, zuviele, als dass man alle nutzen könnte. Weil
Meinung und Berichterstattung jedoch nie objektiv sind, es immer auf den
Standpunkt des verfassers ankommt, wie etwas dargestellt und bewertet
wird, ist es so wichtig, dass wir eine pluralistische Medienlandschaft
haben.

Die Meldung, über die ich heute Vormittag gestolpert bin, berührt mich.
Die Netzeitung vor dem Aus. Es macht mich betroffen, weil die Netzeitung das erste Medium war, das in Deutschland 
ausschließlich im Internet erschienen ist und ich von Beginn an die
Netzeitung auf dem Radar hatte und bis heute täglich überfliege. Wir
lernen: Es trifft nicht nur die Holzmedien!

Filed under: Medien

Thomas says...

Möglicherweise wurden Zeitungen bislang nicht optimal vermarktet;-)

Filed under: Medien