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Here are posterous posts filed under fsa09...

chris97 says...

Wie neue Videos zu dem Polizeiübergriff bei der "Freiheit statt Angst"-Demonstration im September in Berlin zeigen, haben die filmenden Beamten bei dem Vorfall offenbar weggeschaut. In einer Zusammenstellung, die am Freitagnachmittag vom Chaos Computer Club veröffentlicht wurde, sind zum ersten Mal auch Teile von zwei Polizeivideos zu sehen. "Die Bänder belegen, dass die Videobeamten offensichtlich gezielt die Kameras von der Gewalthandlung weggehalten haben", sagt Anwalt Johannes Eisenberg, Strafverteidiger des 37-jährigen H., der seinerzeit von Polizisten niedergeschlagen wurde. Eisenberg hat sechs verschiedene Videos professionell synchronisieren lassen; vier stammen von Demonstranten, zwei von der Polizei. Sie wurden so nebeneinandergestellt, dass sie das Geschehen gleichzeitig aus verschiedenen Perspektiven zeigen.

Weiterlesen bei der taz

Das wird ja immer spannender. Da verprügeln Polizisten einen harmlosen Demonstraten - und was machen die filmenden Polizeibeamten, die solche Vorfälle eigentlich dokumentieren sollen? Sie schauen weg. Das nenne ich ja mal vorbildliches Verhalten. Unglaublich sowas...

Filed under: fsa09

chris97 says...

Ursprünglich war "Blauhemd" ein stiller, junger Mann, der ziemlich derbe von der Polizei auf’s Maul bekommt, worüber die Wellen der Empörung hoch schlagen. Prinzipiell sogar zu recht, sollte die Gewalt nicht gerechtfertigt gewesen sein. Im Nachhinein erscheint er zumindest als jemand, der doch vielleicht nicht so hilflos ist… und ich frage mich… ich frage mich, ob die Empörung diese Wellen geschlagen hätte, wären die anderen Videos vorher bekannt gewesen.

Weiterlesen bei den Ruhrbaronen

Mir sind die Videos mittlerweile auch bekannt - ich bleibe trotzdem bei meiner Meinung. Wegen einer unverwechselbaren Stimme oder weil der Radfahrer *vielleicht* ein Großmaul ist, darf ihn die Staatsgewalt trotzdem nicht verprügeln. Wo kämen wir denn dahin, wenn wir argumentieren - "ach, der Störenfried schon wieder, der braucht das". Mal überspitzt dargestellt.

Filed under: fsa09

mrgamewatch says...

Ich war auf der Großdemo "Freiheit statt Angst" in Berlin, zu der ein ganzer Haufen Organisationen aufgerufen haben. Mein Eindruck war komplett friedlich, ich habe weder randalierende Demonstranten noch Gewalt seitens der Polizei oder Festnahmen mitbekommen. Am Tag darauf, also heute, hab ich den Blogeintrag von Fefe und dieses Video entdeckt, dass zeigt, wie Polizisten zwei Demonstranten - nun, mir fällt grad kein neutraler Begriff ein und "verprügeln" will ich nicht schreiben.

Das erste, was mir dazu eingefallen ist, ist dieses Bild von der Anti-Atomkraft-Demo vom 5. September, auf dem ebenfalls ein Polizist zu sehen ist, der auf einen Demonstranten zu zielen scheint. Dieses Foto ist kein Beweis dafür, dass eine solche Szene wirklich stattgefunden hat (Photoshop), und schon gar kein Beweis für Polizeigewalt. Aber es lässt Vermutungen zu.

Das zweite, was mir aufgefallen ist, ist der Wagen in dem Video. Dieser Wagen ist der Lautsprecherwagen aus dem "antikapitalistischem Block", der zu Beginn der Demonstration vor dem Piratentruck fuhr. Der Wagen lässt natürlich nicht auf die politische Richtung der "Opfer" schließen, er kann auch einfach dort geparkt gewesen sein. Ich möchte den Demonstranten auf dem Video nichts unterstellen, aber ich kenne sie nicht und mein Gefühl bei der Sache wäre ein anderes, wenn da z.B. der Wagen der Grünen stände.

Das dritte ist, dass dieses Video auch nur eine Momentaufnahme ist. Es fällt mir äußerst schwer zu glauben und ich kann mir eigentlich auch keinen vorstellen, aber eventuell gibt es einen Grund für das Verhalten der Polizisten.

Und das bringt mich zu viertens: Polizisten sind auch (nur) Menschen.
Wenn ich meine Wochenenden dafür opfern müsste, auf wildfremde Leute aufzupassen, die für Sachen demonstrieren, die mich vielleicht einen Scheißdreck interressieren, wenn ich mich häufig von diesen Leuten beschimpfen, beleidigen und mit Steinen oder Flaschen bewerfen lassen müsste, wenn ich den ganzen Tag für nix rumgestanden wäre, wäre ich äußerst schlecht gelaunt.

Auf dem Video ist nicht genau zu hören, was einzelne Leute sagen, was der Fahrradfahrer gesagt hat, als er weglaufen wollte.

Wenn ich als schlechtgelaunter Polizist mich jetzt auch noch von einem Typen, den ich vielleicht (wegen seinem verhaftetem Freund und weil er meinen Polizistenkollegen verklagen will) für einen kriminellen Idioten halte, beleidigen müsste (und wenn ich der Radfahrer wäre, hätte ich den Polizisten sicher beleidigt), würde ich als Polizist - was machen?
Ihm eine reinhauen?


Ich war nicht dabei.
Ich kenne keine einzige der im Video vorkommenden Personen persönlich.
Ich kann keine der Personen beurteilen, was ihre Art betrifft, mit Stressituationen umzugehen. (Und das war eindeutig eine Stressituation.)
Ich kann mir nur meine eigenen Gedanken machen.
Ich werde es mir sicher nicht einfach machen und sagen: "Polizisten sind alles böse gewaltbereite Schläger".
Diese Polizisten haben einen großen Fehler gemacht. Und ich bin mir sicher, sie werden es bereuen.

Aber es gibt immer einen zweiten Standpunkt, von dem man ein Geschehen betrachten kann.

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SimSullen says...

das kann man wohl durchaus als erfolg werten. ich wäre ja wirklich gerne dort gewesen!

Filed under: #fsa09

chris97 says...

         

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berlinista says...

Listen!

Filed under: #fsa09