So sieht die Fernseh-Revolution aus

Vielleicht schon etwas älter, aber zeitlos gültig.
Sehr treffend Fernsehserien auf den Punkt gebracht, schöne Reduktion. Auf der Seite gibt's noch viel mehr.
Mit der Kopfzeile "Neue Site: Die Wiederbelebung anspruchsvoller TV-Kritik" weist Meedia auf die neue Webseite des Fernseh- und Medienjournalisten Rainer Tittelbach hin. Der Vorspann bei Meedia:
"Rainer Tittelbach ist Medienjournalist, sein selbsternannter Auftrag: die Wiederbelebung anspruchsvoller Fernsehkritik. Mit seinem jetzt gestarteten Online-Magazin Tittelbach.tv schreibt der 51-Jährige im Alleingang Kritiken, Analysen, Drehberichte und führt Interviews. Im Vordergrund steht die Qualität der Texte. "Ich bin kein Aktualitäts-Junkie", sagt Tittelbach über sich selbst. Sein Web-Portal ist ein journalistisches Angebot. Seine Zielgruppe ist vor allem der Fernsehbetrieb." Quelle: Tittelbach.tv: One-Man-Show des KritikersEin Kinobesuch erübrigt sich. Das Bestsellerbuch Lost Symbol von Dan Brown wird verfilmt.

Arte Tracks Beitrag über Banksy.
Ja. Porno Ping Pong! Ein Spiel, bei dem man nur gewinnen kann. ;-)
"Ihr haltet euch für sooo cool, weil ihr ein 500 Dollar Telefon mit einem Obstlogo drauf kauft?!?!"
Den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern fehlt es schon seit Langem an jungem Publikum. Um diesem Abwärtstrend entgegen zu wirken, schickt das ZDF am 1. November einen neuen, digitalen Spartenkanal auf Sendung: ZDFneo. Eine kleine Revolution, denn der Sender hat jede Menge Potential, um RTL und Co. die jungen Zuschauer abspenstig zu machen.Auf die Programmchefs der privaten TV-Sender kommen unruhige Nächte zu. Der Grund dafür liegt ausgerechnet bei der öffentlich-rechtlichen Konkurrenz. Das Grauen beginnt am 1. November, wenn aus dem ZDFdokukanal das neue ZDFneo wird. Ein kleiner, digitaler Spartenkanal ist es, der den Großen wie RTL, SAT1 oder PRO7 das Fürchten lehrt. Wie kann das sein?Schon seit Jahren hat sich bei der Zielgruppe von ARD und ZDF das jüngere Publikum nicht mehr wieder gefunden. Die Einschaltquoten sind gut, aber eben nicht bei den 25- bis 49-Jährigen. Genau diese will das ZDF nun mit seinem neuen Digital-Ableger ZDFneo für sich gewinnen. Und die Chancen dafür stehen gar nicht schlecht, denn die Mainzer fahren schwere Geschütze auf:Neben Reportagen und neu produzierten Dokumentationen finden sich im Programm von ZDFneo sehr viele Formate aus Amerika und Großbritannien. Darunter die preisgekrönten Serien „30 Rock“, „Taking the flag“, die Krimi-/Actionserie „Spooks – Im Visier des MI5“, die Trickbetrügerserie „Hustle“, der USA-Sitcom-Klassiker „Seinfeld“ oder auch „Miami Vice“.Dazu kommt ein großes Angebot an deutschen und ausländischen Filmhighlights, unzählige Doku-Soaps von „Traumberuf Tierarzt“, über „Der Straßenchor“ bis hin zur Single-Reihe „Liebe ohne Grenzen. Themen, die gerade junge Menschen bewegen und ansprechen. Doch auch die Kultur kommt im Programm von ZDFneo nicht zu kurz:Mit dem von Klaus-Jürgen „Knacki“ Deuser präsentierten „Comedy Lab“ oder der aus dem Netz bekannten Late-Night „Süper Tiger- Show“ wird es zu späterer Stunde regelmäßig etwas zum Lachen geben. Ebenfalls interessant sind die neuen Musikformate, die am Sonntagabend ausgestrahlt werden: „Die Happy“-Sängerin Marta Jandova präsentiert einmal im Monat „neoMUSIC: Die Chartshow“, in der die aktuellen TOP20- Videos gespielt werden, und an den restlichen Sonntagen „neoMUSIC: Die Konzerte“. Mit diesem opulenten Aufgebot empfiehlt sich ZDFneo für die junge Zielgruppe eindrucksvoll als öffentlich-rechtliche Alternative zu den Privaten. Der neue Sender kann nicht nur mit einer Vielzahl von anspruchsvollen Formaten aufwarten, sondern auch mit einer Zuschauer-orientierten Programmierung: Das Hauptabend- Programm beginnt in der Regel erst um 21 Uhr und soll damit gerade „beruflich stark engagierten Singles und jungen Familien“ entgegen kommen, die um diese Zeit langsam abschalten können.Zielgruppengerecht, im Programm hochkarätig aufgestellt, anspruchsvoll und werbefrei: Was für den jungen Zuschauer wie ein lang gehegter und nun Realität gewordener Traum daher kommt, ist für die privaten TV-Sender wohl eher ein Realität gewordener Albtraum. Kaum war das ZDF mit den Plänen für den neuen Kanal an die Öffentlichkeit gegangen, hagelte es Proteste und Widersprüche aus den Reihen von RTL und Co. Das ZDF würde mit seinem neuen Programm die Grenzen des für die öffentlich-rechtlichen Sender festgelegten Programmrahmens überschreiten, so der empörte Vorwurf. ZDFneo sei ein Frontalangriff auf das deutsche Privatfernsehen, heißt es weiter. Das ZDF weist die Anschuldigungen zurück, ZDFneo sei schließlich kein weiteres Vollprogramm, verzichtet auf Nachrichten und Sport und man habe nur die Serien und Formate eingekauft, die die Privaten unverständlicherweise liegen gelassen haben. Zunehmend erhält man den Eindruck, die privaten Sender schreien nur ihren davon schwimmenden Fellen hinterher. Ihre Angst ist nur allzu verständlich, denn wenn der Zuschauer wählen kann zwischen einem werbedurchsetzten RTL-Blockbuster und dem in dieser Hinsicht gleichwertigen Angebot von ZDFneo, dürfte die Wahl nicht schwer und sehr eindeutig ausfallen.Der Start des neuen ZDF- Digitalsenders ist in vielerlei Hinsicht eine kleine Revolution, die viel Bewegung in die deutsche Fernsehlandschaft bringen dürfte. Einerseits macht das Zweite mit ZDFneo einen großen und längst überfälligen Schritt in die richtige Richtung und entwickelt sich damit selbst ein großes Stück weiter. Andererseits sehen sich die privaten Sender gezwungen, ihr Angebot entsprechend anzupassen und auf die neue Konkurrenz zu reagieren – unabhängig davon, wie weit sie dabei gehen wollen, bzw. müssen.Gewinnen kann dabei am Ende vor allem einer: Der Zuschauer. Man darf also gespannt sein, was sich ab dem 1. November in unserem Fernsehen tut: Sowohl vor, als auch hinter der Mattscheibe.